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Geschichte


Die ersten Jahre
1994-1997
1998-1999

2000-2001
2002-2004
2005- 


Die ersten Jahre

1991

Im September geht es an den Start. Erster Firmensitz ist Köln-Merheim.

Das erste installierte Komplettsystem ist ein 80286er mit 16 MHz, 40 Megabyte Festplatte, 1 Megabyte RAM, 256 Kilobyte Grafikkarte, einem 5¼'' Diskettenlaufwerk in einem Mini-Tower, einem VGA-Monochrom-Monitor mit 800x600 Punkten Auflösung, der immerhin schon 64 Graustufen darstellen konnte plus Tastatur und Maus. Das Betriebssystem MS-DOS 3.3 galt als stabil und zuverlässig.

Später erfreute die Welt sich an dem Betriebssystem MS-DOS 4.01 und einer neuen grafischen Benutzeroberfläche namens MS-Windows, die mit Erscheinen der Version 3.0 anfing, "salonfähig" zu werden.

Die ersten Rechnungen schrieben wir noch mit einem 24-Nadeldrucker, der seinerzeit noch so viel kostete wie heute ein kompletter PC.

1992

Im August erfolgt der Umzug nach Bergisch Gladbach.

Microsoft "entfehlert" die Windows Version 3.0 zur Version 3.1 und zieht mit der MS-DOS Version 5.0 nach, mit der man jetzt auch viel besser den erweiterten Speicherbereich oberhalb der 640 KB-Grenze nutzen können sollte. Diese Kombination sollte lange Zeit eine erfolgreiche sein.

Auf dem Prozessor-Markt hat sich plötzlich etwas getan. Neben Intel tauchen plötzlich Mitbewerber auf, deren Produkte sich als erstaunlich ebenbürtig präsentieren. CPUs von Cyrix für den LowCost Markt, CPUs von AMD für das gleiche Geld wie die Intel, aber mit einem Tick mehr an Leistung. Zur Jahresmitte ist der 80386er mit 40 MHz ein wahrer Renner - und hält sich viele Monate.

Festplatten sind inzwischen für den Normal-PC geradezu unbeschreibliche 248 Megabyte groß.

Der erste Server verlässt unser Haus mit einer 80486er CPU mit 50 MHz (mit aktiver Kühlung!), 16 MB Hauptspeicher (4 Module à 4 MB!) und einer 543 MB Festplatte. Um die 19 Megabyte jenseits der 524 MB Marke ansprechen zu können, brauchte man einen Treiber, der im Master-Boot-Record der Festplatte hinterlegt werden musste. Das kostete gleich wieder ein Kilobyte an Hauptspeicher, weswegen man sich sehr gut überlegen musste, was wertvoller war ...

Laptops werden durch Notebooks abgelöst und machen das tragbare "Computern" deutlich leichter. Die Modelle des Jahres haben 80286er Prozessoren mit 25 MHZ oder 80386SX CPUs mit bis zu 33 MHz.

Rechnungen schreiben wir inzwischen mit einem Laserdrucker ... (!)

1993

Ein zusätzlicher Schwerpunkt unserer Arbeit entsteht in der Softwareentwicklung. Neben einer Standardsoftware für Auftragsbearbeitung und Fakturierung sind wir auch in diversen Individualprojekten aktiv.

Das große Referenzprojekt der Jahre 1993 und 1994 ist eine Mitglieder-Datenverwaltung für den ACV (Automobil-Club Verkehr), bei der die Hauptgeschäftsstelle in Köln die Mitgliederdaten per Streamerbänder an die Landesgruppen verteilt. Von dort aus erfolgt eine Weiterleitung der Daten an die zahlreichen Ortsclubs auf Diskette. Jede Landesgruppe und jeder Ortsclub erhält dabei ausschließlich die Daten, die von den jeweiligen Stellen auch betreut werden.

Die Zentrale verwaltet alle Mitgliedsdaten auf einem Unix-System, so dass der Transferprozess auf Basis von SCO Unix entwickelt wird. Die exportierten Daten werden in eine MS-DOS Partition transferiert und dort automatisch nach Landesgruppen gefiltert.

Mit der Implementierung der Software in allen Landesgruppen und der Schulung der Beauftragten kommt das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss.

Ein weiteres großes Referenzprojekt ist die Planung, Konfiguration und Installation eines kompletten Netzwerkes in einem mittelständischen Unternehmen, das weltweit Wasseraufbereitungsanlagen für Getränkehersteller plant und baut. Der Server wird mit einem 80486er mit 50 MHz betrieben, 16 MB Hauptspeicher und 426 MB Festplatte. Er läuft mit Novell Netware 3.11 - DEM Netzwerkbetriebssystem, das stabilen und störungsfreien Betrieb gewährleistete.

Notebooks werden inzwischen auch mit dem 80386er Prozessor von AMD bestückt und haben 40 MHz. Der Anwender muss sich noch mit einer Auflösung von 640x480 Punkten und Graustufen begnügen.

Zum Ende des Jahres setzen sich CD-ROM Laufwerke in den PCs durch - seinerzeit werden sie noch über die Soundkarte mit dem PC verbunden. Bevor die CD-ROMs an den Standard-IDE Anschluss passen, entwickeln Sony, Panasonic und Mitsumi eigene Anschlussformate. Soundkarten mit Multi-CD-Anschluss, die alle Formate unterstützen, werden der Renner - und natürlich müssen sie Soundblaster-kompatibel sein!

Zum Ende des Jahres erscheinen die MS-DOS Versionen 6.0, 6.02 und anschließend 6.2. Wegen zahlreicher Schwierigkeiten beim Einsatz der Version 6.0 bleiben die meisten noch lange der Version 5.0 treu. Andere Hersteller nutzen die kurze Schwächephase von Microsoft, um eigene Systeme im Markt zu platzieren.

So liefert IBM eine eigene DOS-Version 5.02, und Novell bringt ein eigenes Novell-DOS 7 mit Netzwerkfunktionen - es sind aber nur kurze Störfeuer in der damals schon von Microsoft beherrschten Betriebssystem-Welt.

Die verschiedenen Projekte bescheren uns den bisher größten Unternehmenserfolg und ein Rekordjahr - Raum für wichtige Investitionen wurde geschaffen und genutzt.

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1994-1997

1994

Das Referenzprojekt des Jahres ist erneut eine Softwareentwicklung. Für Agfa in Leverkusen wird ein System entwickelt, mit dem auf Messen und Präsentationen die Film- und Papierentwicklungsprozesse von Kunden analysiert werden und es werden Vorschläge für die Einführung von Agfa-Produkten unterbreitet, mit denen sich die Abfallstoffe deutlich reduzieren lassen. Das Projekt wird unter dem Begriff "Agfa Chemical Calculation and Ecological Support System" (kurz: A.C.C.E.S.S.) veröffentlicht.

Intel bringt seine Pentium Prozessor-Familie heraus und erfreut damit die Mitbewerber - der Rechenfehler geht in die Geschichte ein und beschert den 80486er CPUs ein längeres Leben. Zum Ende des Jahres fassen die Pentium-CPUs langsam Tritt, nachdem Intel die größte Umtauschaktion seiner Geschichte hinter sich gebracht hat. Die Anwender müssen sich daran gewöhnen, dass es bald keine Prozessoren ohne aufgesetztem Lüfter mehr geben wird.

Durch die Performance der Pentium-CPUs erfährt der VESA-Local-Bus seine Hoch-Phase, die sich sogar über das Jahr 1995 hinaus halten kann, bevor er danach durch den PCI-Bus verdrängt wird.

Zum Ende des Jahres sprengen die Festplatten die 1 Gigabyte-Grenze. Intelligente Controller (die seinerzeit noch nicht auf den Mainboards onboard waren) übernehmen die Kapazitätsverwaltung, ohne dass ein Treiber kostbaren Hauptspeicher rauben muss.

Microsoft stabilisiert sein "Windows für Workgroups" mit der Version 3.11 und macht damit kleine Heimnetzwerke möglich. Microsofts Windows NT fristet in den Versionen 3.1 und 3.51 noch ein Schattendasein hinter der mächtigen Novell Netware.

Am Jahresende stehen wir wieder vor einem neuen Rekordergebnis und wundern uns, ob das all die Jahre so weitergehen kann ...

1995

Wir beginnen uns wieder mehr auf die Hardware zu konzentrieren, weil sich in diesem Jahr doch einiges bewegt.

Langsam halten immer mehr analoge Modems Einzug in die PCs. In den Jahren zuvor noch ausschließlich für BTX / Datex-J / T-Online und diverse Mailbox-Zugänge (BBS) verwendet - meist eher noch als Fax-Modem verbraucht, taucht in Windows plötzlich ein Programm namens "Internet Explorer" auf, für den man unter Windows 3.x noch ein TCP/IP Protokoll nachinstallieren muss, damit es funktioniert. Es funktioniert tatsächlich - langsam und träge bei Übertragungsraten von 9.600 Bit pro Sekunde (Baud) - wer ein 14.400 Baud Modem hatte, galt schon als "Hip". Das Fenster in die Welt öffnete sich dramatisch weit. Die ersten Suchmaschinen sind Altavista und Yahoo - nur weniges gibt es in Deutsch, das meiste noch in Englisch - aber es ist der Anfang von dem, was heute ganz normal geworden ist.


Die MS-DOS Version 6.22 ist die letzte Version des Befehlszeilen-orientierten Betriebssystems. Ab sofort verbirgt sich alles hinter einem "Start"-Button - Windows 95 zieht ein. Sehr zum Missfallen der Spieler, die verzweifelt versuchen, ihre DOS-Spiele unter Windows 95 zum Laufen zu bringen. Auch zeichnen sich die ersten Windows 95-Versionen nicht besonders durch Stabilität aus, so dass sich die Kombination MS-DOS 6.22 und Windows für Workgroups 3.11 weiterhin gut behaupten kann.

Der 80486er Prozessor erfreut sich immer noch großer Beliebtheit, weil man dem Pentium immer noch nicht so recht zutraut, richtig zu rechnen. AMD bringt eine 486er CPU mit 120 MHz Taktfrequenz heraus und tut Intel damit noch eine Weile weh.

Statt des VESA-Local-Bus (VLB) zieht nun der PCI-Bus in die PCs ein. Floppy- und Festplatten-Controller werden nun standardmäßig auf den Hauptplatinen integriert, was zu einem aufgeräumter wirkenden System führt.

Wir ziehen derweil nach Rösrath um, unsere dritte Station seit Gründung. Die damit verbundenen Aufwendungen verhindern ein neues Rekordjahr, aber wir sind trotzdem sehr zufrieden.

1996

Mit der letzten Ausbaustufe der 80486er CPUs heizt AMD die Frequenz auf 133 MHz hoch. Bald kann sich der 486er dann doch nicht mehr halten und AMD steigt auf den Pentium-Ersatz K5 um. Leider führt der Einsatz von K5-CPUs zu großen Problemen und Abstürzen, was Intel wiederum sehr freut, weil sich nun der Siegeszug der Pentium-CPUs einstellt - später als erhofft, aber immerhin.

Die Speicherbausteine verändern ihr Aussehen. Die guten alten SIMMs werden von PS/2-Modulen abgelöst. Wer nur Hauptplatine und CPU aufrüsten will, baut sich schon einmal interessante Konstruktionen mit RAM-Adaptern in seinen PC - manche Konstruktionen sind so abenteuerlich, dass sie nicht mehr in ein Desktop-Gehäuse passen, weil die Adapter zu hoch hinausragen - aber selbst ein neues Gehäuse ist billiger als der "richtige" PS/2 RAM.

Dazu verschwindet der VLB komplett aus den PC, und so bleiben nur noch PCI und ISA-Bus erhalten - und dies für eine lange Zeit.

Immer mehr Menschen wollen "online" und Modemgeschwindigkeiten können nicht schnell genug sein. Auf 28.800 Baud bringen es die analogen Anschlüsse immerhin.

Das Förderprogramm der Deutschen Telekom zur Verbreitung von ISDN-Anschlüssen trägt Früchte. Der Slogan "1 Anschluss, 2 Leitungen, 3 Rufnummern" wird populär. ISDN-Karten in PCs sind für die meisten jedoch noch zu teuer, obwohl die Aussicht auf 64.000 Baud oder gar 128.000 Baud bei Kanalbündelung verlockend sind. Somit halten die ersten Telefonanlagen in Privathaushalten Einzug, die den ISDN-Anschluss auf mehrere analoge Anschlüsse verteilen - so können wenigstens auch die guten alten Telefone weiter verwendet werden.

Windows 95 wird immer verträglicher und die Hardware immer leistungsfähiger. Weil man jetzt auch Videos fließend ansehen kann, wird Edie Brickell ganz plötzlich weltweit bekannt - ihr Musikvideo "Good Times" wird mit jeder Windows 95 CD verbreitet.

Dass die Tintenstrahldrucker inzwischen weitgehend farbig drucken, war bekannt - dass auch Laserdrucker farbig drucken können, wird besonders durch den Hersteller QMS verbreitet. Und dabei sind sie recht schnell - bis zu 6 A4-Seiten pro Minute werden gedruckt. Das ist aber ein sehr teures Hobby - noch muss man 5-stellige DM-Beträge dafür bezahlen ...

Für uns läuft das Jahr deutlich ruhiger als zuvor. Der Markt wartet auf mehr Stabilität und lohnende Neuerungen. Wir warten mit ...

1997

AMD sucht wieder Anschluss und bringt mit dem K6 die stabilere CPU-Variante heraus. Intels Multimedia-Extension (MMX) verlangt auch von AMD den nächsten Schritt. Mit der Weiterentwicklung des K6 zur K6/II Familie ist dies die letzte CPU-Generation, bei der Intel und AMD den gleichen Sockel und damit gleiche Motherboards als Basis verwenden.

Für den Gang ins Internet werden jetzt doch ISDN-Karten die bessere Wahl. Hier macht ein Hersteller aus Berlin auf sich aufmerksam, der dem teureren Marktführer AVM Paroli bietet - die Firma Teles. Hier gibt es gute und stabile ISDN-Karten für wenig Geld.

Fujitsu bringt schnelle wiederbeschreibbare optische Laufwerke heraus, die wie Festplatten verwendet werden können - das Kürzel "MO" bietet bis zu 640 MB auf einer kleinen 3½''-Scheibe.

Notebooks werden mit Pentium-CPUS ausgestattet und zeigen jetzt auch Farben - neben den teuren TFT-Displays verbreiten sich die preiswerteren DSTN-Displays besser.

Die leistungsfähigeren Grafikkarten lassen die Preise für 17''-Monitore purzeln, so dass sie zum Jahresende die bevorzugte Alternative darstellen. Die 15''-Röhren-Ära geht langsam zu Ende.

Auf den Schreibtischen sind immer mehr Scanner zu finden - die Variante, die die Urlaubsbilder vor den Digitalkameras in den PC brachte.

Aus dem Hintergrund taucht mit der Vergrößerung des Internet auch wieder mehr und mehr UNIX als Betriebssystem auf - besonders Linux wird zum Schlager bei Netzwerkadministratoren und Web-Admins, weil sich die Linux-Server in den Rollen als Web-, Mailserver, Firewall und Router keine Blöße geben.

Das Jahr bleibt für uns in etwa so ruhig wie das Jahr zuvor. Aber wir haben Geduld und wissen, dass es auch wieder lebhafter wird.

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1998-1999

1998

Der Pentium II erstaunt die Fachwelt mit einem Einsteck-Slot statt des gewohnten CPU-Sockels. Bis er sich aber gegen die starken Pentium I endgültig durchsetzen kann, vergeht noch eine Weile.

Die ATX-Bauform der Mainboards setzt sich damit jedoch gegenüber den Baby-AT Boards durch und beschert dem Anwender, dass er den PC nicht mehr ausschalten muss.

Zusätzlich werden die USB-Anschlüsse in die Bauform integriert und standardmäßig nach außen geführt, ohne dass man ein Anschlusskabel mit Slotblech braucht.

Windows 95 unterstützt die USB-Anschlüsse nur mit einem System-Addon - dafür bringt Microsoft dann Windows 98 heraus. Bis heute gilt die Second Edition, die etwas später erscheint, als das stabilste 32-Bit-Windows über einem DOS-Kern, der zwar noch in der Millenium Edition erhalten bleibt, aber mit Windows 2000 und nachher mit Windows XP endgültig verschwindet.

Neben den PS/2 Speichermodulen tauchen jetzt die 168-Pin-DIMMs auf, die später unter dem Begriff SDRAM bekannter werden.

Analoge Modems erreichen ihre letzte Geschwindigkeitsstufe mit 56.000 Baud, bleiben aber die schlechtere Alternative gegenüber ISDN. Einzig in Notebooks werden sie zum Standard, weil sie im Einsatz auf großen Reisen in alle Welt wenigstens ein Mindestmaß an Kommunikationsfähigkeit gewährleisten.

GDI-Drucker brauchen weniger eigenen Speicher und überlassen das Rechnen dem PC. Damit beginnt auch langsam der Einzug von preiswerten Laserdruckern in die Haushalte. Zu den Herstellern, die Laserdrucker heimtauglich machen, gehört Minolta, die Jahre später durch die Übernahme von QMS und die spätere Fusion mit Konica von sich reden machen.

Für uns bedeutete das Jahr 1998 ein neuer Aufbruch - es war wieder deutlich lebendiger geworden, und die Erfahrungen, die viele Kunden mit den Discounter-PCs machten, öffneten uns viele Türen. Und sie sollten offen bleiben.

1999

Das Jahr steht unter dem großen Thema "Millenium" - die Sorge um das, was passiert, wenn das Datum 4-stellig werden muss, beschäftigt alle Unternehmen über die Maßen. Viele IT-Dienstleister machen das große Geschäft. Unsere Kunden freuen sich, dass sie ohne Blessuren die Zeit überstehen, weil unsere Systeme mit BIOS-Updates und entsprechenden Software-Aktualisierungen leicht für das Jahr 2000 fit gemacht werden können, ohne dass es die Welt kostet.

In den PCs kommen vermehrt DVD-Laufwerke zum Einsatz, so dass der erste Schritt zum Heimkino am PC vollzogen wird. TV-Karten machen es möglich, Fernsehprogramme auf der PC-Festplatte aufzuzeichnen. CD-Brenner bieten die Möglichkeit, VCDs und später S-VCDs zu erstellen, die auf hochmodernen und noch sündhaft teuren DVD-Playern auch im Wohnzimmer wiedergegeben werden können.

Netzwerke werden zunehmend heimtauglich, weil die Geschwindigkeiten auf 100 Mbit angehoben und die Hubs und Switches erschwinglich werden. Die Mehrfachnutzung der Internet-Leitung zuhause wird durch ISDN-Router erstmals ermöglicht. Plötzlich sind viele Haushalte telefonisch nicht mehr erreichbar, weil die Router schnell die zweite Leitung mitbenutzen. Das durch ISDN beschworene "Nie-mehr-besetzt" war schnell wieder da, und bis zur Einführung von DSL brauchte es noch einige Zeit.

Die Festplatten überspringen die 10 GB Grenze. Umso wichtiger wird das Thema der Datensicherheit für große Mengen, so dass auch hier vermehrt CD-Brenner in den PCs Einzug halten.

Wegen des Y2K-Problems tauchen einige wenige unserer alten Software-Projekte wieder vor unserer Haustür auf - jedoch nur kurz und im Grunde nur zur Überprüfung. Wir haben halt schon immer darauf geachtet, dass unsere Lösungen länger halten sollen, was uns zwar weniger Umsatz aber mehr zufriedene Kunden einbrachte.

Und da uns Letzteres wichtiger ist, war es für uns zwar kein Rekordjahr, aber ein sehr gutes und wegweisendes für die Jahre, die mit einer "2" anfangen.

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2000-2001

2000

Der Stress ist vorbei, das Jahr 2000 ist da - für die allermeisten war es letztlich "halb so wild". Entsprechend ruhig ist es im neuen Jahr, alles sehnt sich nach Erholung.

Intel bringt die nächste CPU-Generation mit dem Pentium III heraus. Die CPUs passen in den gleichen Slot wie die Pentium II CPUs. Die abgespeckten Celerons finden schon wieder in einem Sockel Platz mit 370 Pins - erste Anzeichen dafür, dass es nicht lange bei der Slot-Lösung bleiben wird.

AMD hatte zum Pentium II seinen K6/II bis in hohe Taktfrequenzen ausgereizt. Die Slot-A Familie erreichte höhere Frequenzen und bedeuteten aber gleichzeitig den einzigen Ausflug von AMD zur Slot-Technologie.

Auf den Hauptplatinen gibt es einen neuen Slottyp: Den AGP-Slot, in dem die Grafikkarten noch schneller die Signale aufbereiten können - eine Entwicklung, die im wesentlichen den Spielern zugute kommt und sich erst später auch für das Büro und zuhause lohnt.

Langsam werden auch Flachbildschirme für das Büro zuhause erschwinglich - den Anfang machen die 15'' TFTs. Es sollte der Startschuss zu einer großen Platzersparnis auf den Schreibtischen der Welt sein.

Die Notebooks erhalten ebenfalls die Pentium III Technologie und werden damit auch größer und schwerer - CD-Brenner halten auch Einzug in den tragbaren PCs.

Windows 2000 wird der Nachfolger von Windows NT auch als Server-Betriebssystem und führt mit Active Directory eine neue Form der Benutzer- und Ressourcenverwaltung ein. Wegen der großen Umstellung bleiben vorerst noch viele Server mit NT bestückt - nur bei den Workstations steigt man langsam um, weil die neue Hardware unter Windows 2000 einfach besser erkannt wird. Die Millennium Edition von Microsoft kann sich nach der Windows 98 Second Edition nicht mehr wirklich in Szene setzen.

In der Linux-Welt gewinnen die Distributionen um SuSe und RedHat mehr und mehr an Gewicht, und so langsam werden auch diese Systeme immer anwenderfreundlicher. Die Arbeitsplatzausstattung bleibt aber (noch?) eine Domäne der Windows-Systemfamilien.

Auch uns hat die Ruhe nach dem Jahrtausendwechsel (der ja eigentlich erst 2001 stattfand, aber wer hat das schon so genau genommen?) gut getan, und wir haben ein bisschen durchgeschnauft - schließlich mussten wir auch unseren bisher letzten Umzug nach Wiehl überstehen. Wir konnten uns trotz der Ruhe und des Umzuges auf gutem Niveau stabilisieren.

2001

Dieses Jahr gab es mal wieder eine große Veränderung zu stemmen: In vielen Ländern Europas wurde zum 1.1.2002 der Euro als neue Landeswährung eingeführt. Das bringt uns auch wieder ein wenig Arbeit in der Softwareentwicklung - es bleibt unser letzter Ausflug in diesen Bereich.

Intel legt die Slot-Technologie wieder beiseite und setzt seine CPUs auf einen 370er Sockel - AMD folgt mit dem Sockel A mit 462 Pins, der sich länger halten wird als Intels 370er.

Um Flachbildschirme mit digitalen Signalen zu versorgen, erhalten Grafikkarten zusätzlich einen DVI-Anschluss. TFT-Bildschirme mit entsprechendem Eingang sind aber noch sehr teuer, aber auch hier erfolgt nach und nach ein Preisverfall, der in den nächsten Jahren zu einem Boom bei den Flachbildschirmen führen wird.

Die Digitalkameras erobern die Welt. Die ersten Versionen mit bis zu zwei Megapixeln landen unter vielen Weihnachtbäumen und entfachen den Sturm der "Immer-und-überall-Fotografie".

Farblaserdrucker werden auch für kleinere Unternehmen erschwinglich und ermöglichen Farbdrucke in kleinen Auflagen zu relativ günstigen Preisen und in ansprechender Geschwindigkeit und Qualität. Im Fotodruck reichen sie aber noch lange nicht an die Tintendrucker heran, zumal es jetzt die ersten Tintenstrahldrucker mit Pigmenttinten gibt, die gegenüber den wasserbasierten Dye-Tinten den Vorteil haben, dass die Farben länger halten und nicht so schnell verblassen - also für den Fotodruck zuhause wie geschaffen.

Spezialpapiere begleiten daher auch stärker als zuvor die Tintenstrahl- und auch die Farblaserdrucker. Da die "Original"-Papiere der Druckerhersteller sehr teuer sind, schaffen sich Papiere anderer Hersteller ihren Platz auf dem Markt - vielfach stellt man fest, dass sie sich von den "Original"-Papieren nicht unterscheiden, weil nur die Schachtel mit einem anderen Namen bedruckt ist - das eingepackte Papier ist aber identisch und kommt aus der gleichen Quelle.

Die Bandbreite von ISDN ist für das Internet inzwischen auch zu klein geworden - DSL-Anschlüsse verbreiten sich rasant in Deutschland. DSL-Router, die dem Anwender die Tür ins Internet aufschließen und den Hackern die Tür zum Office- und Heim-PC zuschließen, gehören bald zum Standard-Zubehör.

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2002-2004

2002

Seit dem 1.1.2002 schreiben also auch wir unsere Rechnungen in Euro. Dafür haben wir uns extra eine neue Software gekauft - die vorherige war eine Eigenentwicklung, mit der wir also über 10 Jahre gearbeitet haben. Jetzt durfte sie in "Rente" gehen, und wir verwenden seitdem ein Standardprodukt aus gutem Hause.

Die Kaufzurückhaltung durch die Euro-Einführung verspüren wir gar nicht. Gegenüber dem Jahr 2001 verdoppelt sich unser Umsatz nahezu - obwohl oder vielleicht gerade weil wir unsere Preise eher nach unten korrigiert als nach oben gedrückt haben ...?!

Wir erfreuen uns an Hardware, die herstellerseitig immer stabiler und robuster wird und an Software, die sich diesem Trend anschließt.

Intel bringt seine nächste CPU-Generation mit dem Pentium 4 heraus und setzt ihn nach einer Irrfahrt auf einem Sockel 423 (zunächst) auf einen Sockel mit 478 Pins. AMD kann bei der Leistung mithalten und bleibt dabei auf seinem Sockel A.

Die ersten Pentium 4 Systeme auf 423er Sockel lassen wir links liegen, weil die Kombination mit Rambus-Speichern weniger bringt, als dass wir die daraus resultierenden horrenden Kosten unseren Kunden gegenüber rechtfertigen können. Als die ersten Mainboards mit 478er Sockel herauskommen, werden diese mit Speicherbänken für SDRAMs ausgestattet und ermöglicht ein deutlich günstigeres Aufrüsten - das ist ganz nach unserem Geschmack und auch dem unserer Kunden.

Im Laufe des Jahres werden dann die DDR-Speicher zum Renner auf den P4- und Sockel-A-Boards - sicherlich nicht wegen der zeitgleich anlaufenden Ostalgie-Welle in Deutschland, die den ehemaligen DDR-Produkten eine Renaissance beschert.

Die USB-Schnittstelle war bisher zu langsam, um der guten FireWire-Schnittstelle den Rang abzulaufen, also wird sie kurzerhand in eine neue Definition USB 2.0 befördert, die nun statt 12 Mbit pro Sekunde schnelle 480 Mbit pro Sekunde durch die Drähte jagt. Das bringt die Hersteller von externen Peripherie-Geräten auf gute neue Ideen, die die erreichte Performance auch sehr gut ausnutzen können.

Windows XP verdrängt nach und nach alles alt-gewordene aus den PCs, weil es selbst mit "alten" PCs noch eine recht gute Performance liefert. Die Home-Variante hält auf vielen Windows 98 oder ME-Systemen Einzug, viele Anwender werden jedoch noch von dem Aktivierungs-Zwang abgehalten. Wem XP zu bunt ist, bleibt erst einmal noch bei 98, ME oder 2000 - letzteres ist weniger was für Spieler aber eher etwas für Freunde der Stabilität und Datensicherheit.

Auch kleinere Unternehmen können sich jetzt Netzwerke mit 1 Gbit Transferrate leisten und stoßen sogleich in diese Welt vor - funktioniert das zum Glück zumeist auch mit der bestehenden Verkabelung.

Die Festplatten überschreiten nun locker die 100 GB Marke, und wir fragen uns schon, wann denn das Terabyte fällt.

Notebooks werden immer beliebter und jetzt auch schon mit Pentium 4 CPUs ausgestattet. Man merkt schnell, dass auch die mobile Version sich im wesentlichen durch Hitze und Stromfraß auszeichnet, und weil die Notebooks alles können sollen, was auch ein Heim-PC kann, werden sie auch immer schwerer. Es ist der Anfang vom Umdenken, der glücklicherweise schon bald wieder das "tragbare" in den Vordergrund rücken wird.

OKI kommt auf die Idee, dass es schöner ist, wenn Laserdrucker die Farbseiten genauso schnell drucken wie die schwarzen und sie nicht 4 Mal so lang brauchen. Die dabei entstehenden Maschinen sind zwar etwas größer als die anderen aber eben schneller, und das kommt doch besser bei den Kunden an. Bei uns im übrigen auch ...

2003

So langsam kann man zuhause auch eigene DVDs brennen - die entsprechenden Laufwerke kommen in bezahlbare Regionen. Und letztlich passen die ganzen Urlaubsbilder, die mit den Digitalkameras immer mehr und mit den Megapixeln immer größer werden, schon lange nicht mehr auf eine CD.

Intel schenkt seinen CPUs eine zweite - die Hyperthread Technologie und die Dual-Channel-DDR Speicher bringen noch einmal etwas Performance hinzu.

Bei den Festplatten schickt sich SATA an, den alten IDE-Festplatten den Rang abzulaufen. Es erstaunt, dass man mit serieller Übertragung schneller sein kann als mit einer parallelen, aber die IDE / UDMA Technologie hatte schon einige Jahre auf dem Buckel und scheint nun ausgereizt.

Wireless LAN soll das Internet auch in das letzte Zimmer des Hauses bringen - dazu trägt Intel besonders bei, weil die Centrino-CPUs und die zugehörigen Notebook-Chipsätze WLAN gleich integriert mitbringen. Dazu werden die CPUs nicht so heiß, brauchen weniger Strom, die Akkus halten wieder länger, und die Notebooks werden leichter.

TFT-Bildschirme werden jetzt auch in 17'' erschwinglich, und DVD-Player werden zum Massenartikel. DVD-Recorder gibt es jetzt auch, aber die sind noch ein bisschen teuer, um schon in großen Stückzahlen zu laufen.

Für uns ist das Jahr nach dem Hype von 2002 etwas ruhiger, aber auch nur ein wenig, so dass wir trotzdem sehr zufrieden sind.

2004

Intel hebt seine Pentium 4 CPUs auf einen Sockel mit 775 Pins. Die neuen Chipsätze dazu versprechen einen weiteren Performance-Gewinn, den man aber noch nicht so recht verspürt - außer vielleicht bei den schnellen Spielern. Dazu gibt es ein neues Steckkarten-Format namens PCI Express, das den AGP-Slot ablösen soll. So recht umsteigewillig ist die Kundengemeinde aber nicht, es läuft nur schleppend an.

AMD eilt mit 64-Bit CPUs voraus, um den angekündigten 64-Bit Betriebssystemen eine Basis zu geben. Gleichzeitig werden auch sie gedoppelt, um auf die Hyperthread Technologie von Intel zu antworten. Die CPUs werden auf einen 939 Pin Sockel gesetzt. Einen 940er gab es schon für die Opteron-Serie, aber die Athlons und Athlon XPs waren auf dem 462er Sockel so gut, dass man den 940er schnell übersehen konnte.

Multifunktionsgeräte werden ein neuer Renner - zu viele Geräte rauben den Platz auf dem Schreibtisch. Ob Tinte oder Laser, Drucken, Kopieren, Scannen und manchmal auch Faxen müssen die Geräte in einem können.

Das terrestrische Digitalfernsehen wird auf mehr Regionen als nur Berlin verteilt und bringt digitale Bildqualität in viele Wohnzimmer. Auch die Fernsehaufzeichnungen in den PCs profitieren davon, was man aus der alten Hausantenne oder gar einer kleinen Stab-Zimmerantenne herausholen kann.

Wir ahnten zu Anfang des Jahres nicht, dass wir doppelt so viel Arbeit haben würden wie noch im Jahr zuvor. Erfreulicherweise verdoppelten wir auch den Umsatz, so dass wir ein Niveau erreichten, was zuvor nur mit Softwareentwicklung zu erreichen war. Aber wir haben es gerne angenommen und freuen uns, wenn es 2005 so weitergeht - oder sogar noch etwas besser.

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2005-

2005

DSL und WLAN werden immer schneller und verbreiten sich wie auch TFT-Bildschirme. Die erschwingliche Größe ist schon bei 19'' angelangt - jetzt legt man besonders Wert auf schnelle Reaktionszeiten, damit man beim Spiel keine Szene verpasst und unnötige Leben verliert.

Intel entwickelt Doppelkern-Prozessoren mit 64-Bit-Erweiterung, was AMD dazu bringt, seine 64-Bit-Prozessoren auch mit Doppelkern anzubieten.

Microsoft gibt bekannt, dass der Nachfolger von Windows XP Windows Vista heißen soll, wobei viele Unternehmen erst noch damit beschäftigt sind, Windows NT "loszuwerden", obwohl es eigentlich immer noch stabil läuft. Da aber Microsoft den Support einstellt, ist man nun doch zum Handeln gezwungen.

Ansonsten bleiben die Hardware- und Software-Fronten recht ruhig - das ist auch gut so, weil man mit dem Bestehenden schon mehr erreichen kann als die meisten Anwender überhaupt umsetzen können ...

... und wir stabilisieren das 2004er Volumen auf hohem Niveau und sind weiter positiv überrascht, weil doch woanders so viele über die Kaufzurückhaltung der Deutschen schimpfen ... - wir nicht!

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