[Ligen-Schaften 19/20] – Spieltag 1.17-2.18

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Ergebnisse 1. Liga:

Ergebnisse 1. Liga, 17. Spieltag

Ergebnisse 2. Liga:

Ergebnisse 2. Liga, 18. Spieltag

Liebe Mit-Tipper und werte Besucher,

zum Jahresabschluss gab es für die meisten Tipper doch noch einmal eine gute Punkteausbeute. Allen voran beendete Jörg-Peter Jacobsen (Ballermann) den Spieltag als Tagessieger mit sehr guten 28 Punkten. Auf Platz 2 landete Thomas Halfer (MudiaArt) mit 26 Punkten, wovon 21 Punkte allein in Liga 1 fielen – da kann man sich über die schwache zweite Liga fast ein bisschen ärgern.

Dirk Kukulies (Killerhai) folgt auf Platz 3 mit 25 Punkten, und er hätte beinahe auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen, wenn er nicht im letzten Spiel vor der Winterpause noch von Denny Lobeda (Teamchef) wieder überholt worden wäre. Denny tippte auf ein 1:0 für Paderborn, Dirk auf ein 2:1 für Frankfurt – somit steht Denny jetzt mit einem Punkt Vorsprung weiter an der Spitze.

Verlierer des Spieltages war Christian Peters (Freisenbrucher) mit nur 3 Punkten – er hatte wohl nur die Freitagsspiele getippt. Stevie Giesler (stevie) und Sebastian Reinhold (SebastianR) erreichen beide 7 Punkte und bleiben neben Christian als einzige einstellig.

Gizem Köstak (Gizipizi) verbringt den Jahreswechsel auf den Champagner-Platz, was sich besser anhört als Letzter zu sein, auch wenn man den Champagner dann kaufen muss. 11 Punkte beträgt der Rückstand auf Peter Senft (Peter1), und es ist auch schade, dass sie so knapp unter der 200er Punktemarke geblieben ist.

Hier nun die Übersichten:

Tipp-Auswertung Spieltag:

NicknameNachnameVornamePunkte 1. LigaPunkte 2. LigaGesamtpunktePlatz
BallermannJacobsenJörg-Peter1513281
MudiaArtHalferThomas215262
KillerhaiKukuliesDirk1312253
michaelMarksMichael159244
AndrobiasPingelAndreas139225
TeamchefLobedaDenny1210225
NachsprungLindemannEva1110217
Jojo771SmarslyJürgen137208
LachmoeweFranzbachAndrea1010208
headbangerHeglerMarkus9101910
KalleKolkhorstKarl-Heinz1271910
ZachadonnaZachosNektarios1091910
BoetschKrögerBernfried1441813
betzeWaltherNorman1341714
KarstenMarksKarsten1341714
LilienfieberGrießRonald981714
Marcel81FrankeMarcel1341714
Miles1989WolfMiles891714
Peter1SenftPeter5111619
SwagnerWagnerSarah5111619
GizipiziKöstakGizem781521
HennesVIIIKosmanHanna1321521
berndEtzlerBernd1131423
NessiMarksVanessa861423
ThorstenWalentaThorsten1131423
HendrikMarksHendrik941326
SigiSchüsslerSiegfried1031326
DetTongDetlev751228
ECMEcksteinManuel931228
JogiBaerSchiemannAndre931228
nirakiMeisenheimerGeorg921131
Notnagel92SchmidtDaniel741131
UrbiUrbachMarcus921131
SebastianRReinholdSebastian34734
stevieGieslerStevie61734
FreisenbrucherPetersChristian03336

Punktestand Gesamtwertung:

Gesamtwertung zum aktuellen Spieltag

Endlich Pause

Irgendwie gingen zum Schluss alle auf dem Zahnfleisch. Insbesondere die Mannschaften mit laufintensivem Spiel einschließlich Mehrfachbelastung stöhnten zuletzt nur noch auf dem Platz. Eintracht Frankfurt hat seit dem Sommer, der für sie schon mit den Qualifikationsrunden zur Europa League begann, 31 Spiele bestreiten müssen. Da sie in der Vorsaison das Europa League Halbfinale erreichten, kommen noch einmal 25 Spiele im Kalenderjahr 2019 dazu, was 56 Spiele in Summe macht, und das in 52½ Wochen. Zum Vergleich: Die Bayern erreichten das Pokalfinale und spielten den Supercup – dennoch hatten sie ganze 7 Spiele weniger abzuleisten in diesem Kalenderjahr. Das hätten nicht einmal die 5 Spiele bis zum Erreichen des Champions League Finals auffangen können. Es ist schon eher ein Fluch, am Ende einer Saison Siebter zu werden und durch die Quali zu müssen, zumal der Kader wegen des hohen Investitionsrisikos und allgemein weniger verfügbaren Mitteln nicht so breit aufgestellt werden kann.

So sprang für die Eintracht nach dem 5:1 Sieg gegen die Bayern aus 6 Spielen nur ein einziger Punkt heraus. Freuen konnten sich die jeweiligen Gegner, so auch unter anderem der 1. FC Köln, der mit der Maximalausbeute von 9 Punkten aus den letzten drei Spielen den Sprung von den Abstiegsplätzen geschafft hat – das war nach dem 0:2 bei Union Berlin überhaupt nicht abzusehen. Kein Grund zur Euphorie: Das Jammern über den ungünstigen Spielplan mit dem furchtbaren Auftakt ist noch vielen im Ohr – und mit dem Beginn der Rückrunde Mitte Januar steht das gleiche Programm wieder an – da kann die Situation schnell wieder dramatisch aussehen. Die nächsten sieben Gegner stehen aktuell auf den Plätzen 9, 4, 8, 2, 3, 12 und 5.

Was vom Jahre übrig blieb …

So kann man am Ende dieses Kalenderjahres sicher viel betrachten, was der Fußball und der Sport insgesamt für Schlagzeilen erzeugt hat, und es gibt wahrlich viele Geschichten zu erzählen. Überlagert wird das Ganze aber von den Entwicklungen drum herum, bei denen man nicht abschätzen kann, ob und wenn ja in welcher Geschwindigkeit und Weise sie unser Leben in Zukunft beeinflussen und verändern werden. Und ich bin mir nicht sicher, inwieweit der Fußball oder der Sport allgemein die Entwicklungen bekämpft oder gar unterstützt.

Die Verbände und Institutionen schmücken sich mit Werbespots, Plakaten und Aktionen, um Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen. Auf der anderen Seite werfen die gleichen Verbände und Institutionen immer mehr Geld in dieses Spiel, wodurch Wohl und Wehe, Erfolg und Scheitern immer heftigere Auswirkungen haben. Auf dieser Basis kochen sich Rivalitäten zwischen den Fans schnell zu Feindschaften hoch, die innerhalb und außerhalb der Stadien zu Bedrohung und Gewalt führen. Die Zahl der Risikospiele nimmt zu, und am Ende streiten sich die Verbände und die Länder, wer die Kosten für die Einsätze der Ordnungskräfte bezahlen muss.

Mäzene von Vereinen, die mit dem Geld auch noch etwas Gutes anfangen und erfolgreiche Schritte unternehmen, müssen sich Beschimpfungen und Beleidigungen aus der untersten Schublade anhören und ansehen, nur weil sich diese angeblichen Fans darin bedroht sehen, dass damit der Erfolg des eigenen Vereins gefährdet werden könnte. Diejenigen, die also schon viel Geld haben (und dabei ist es diesen “Fans” egal, wie das “erwirtschaftet” wurde), wollen bitteschön die einzigen sein, die so viel haben dürfen.

Das ist ein Trend, der unsere Welt inzwischen beherrscht: Weniger soll gute Arbeit zu Vermögen führen als dass die bereits Vermögenden ihr Solches mehren wollen. Reich zu sein ist Verdienst genug für noch mehr Reichtum.

Auf diese Weise können Diskussionen um eine nachhaltige Welt, Verantwortung für das Klima und das Streben nach mehr Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit nur stören – und das ist für mich der Trend dieses Jahres. Die politisch Verantwortlichen haben sich zu Vasallen der Geld-Regierenden gemacht, und durch diese Ignoranz gegenüber den gefühlten Ungerechtigkeiten der Bevölkerung den Spaltern und den Radikalen das Feld überlassen.

Wenn man Menschen fragt, warum sie rechtsradikal wählen, kommen solche erschreckenden Aussagen wie “aus Angst vor kriminellen Ausländern.” – Man hört so leicht darüber hinweg, weil es auch so leicht geworden ist, diese unsägliche Kombination aus negativer Eigenschaft und Herkunft als “normal” zu betrachten. Es würde keiner auf die Idee kommen zu sagen: “Ich habe Angst vor kriminellen Busfahrern.” oder “Ich habe Angst vor kriminellen Fußballern.” Letztlich haben die meisten Menschen auf dieser Welt berechtigterweise Angst vor Kriminellen. Ob diese dann Busfahrer, Politiker, Sportler sind, ob sie weiß, schwarz, gelb oder sonstiger Hautfarbe sind, ob sie aus Deutschland, den USA, Schweden oder Syrien kommen, spielt dabei keine Rolle. Wer aber mit unlauteren Mitteln an die Macht kommen möchte, braucht unter dem Volk die Erzeugung von Angst und ein leicht zu erfassendes Feindbild als Schuldigen dafür.

(c) Thomas Plassmann

So hoffe ich für das neue Jahr, dass wieder mehr Menschen lernen, die Unabhängigkeit von Eigenschaft / Charakter und Herkunft zu erkennen. Ich wünsche mir eine Politik, die sich mehr den Artikel 14 Absatz (2) unseres Grundgesetzes zu Herzen nimmt und die Vermögenden daran erinnert, ihren Beitrag zu Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit zu leisten. Dass die Idee einer Entschuldung von Kommunen, die dort wieder mehr Raum für Chancengleichheit in den Bildungseinrichtungen schaffen könnte, bei einem bestimmten Klientel auf Ablehnung stößt, sollte genauso sorgfältig registriert werden wie die Tatsache, dass ein gewisses Klientel zugleich nach einer Beibehaltung der schwarzen Null und zu Steuerentlastungen aufruft, was letztlich nur zu einem Ergebnis führen kann, das den einfachen Bürger belastet, damit die Vermögenden noch mehr haben.

Inwieweit also tatsächlich die Sportverbände dazu beitragen, das Verbindende des Sports in die Welt zu tragen oder durch eine übermäßige Kommerzialisierung des Sports die Spaltung der Gesellschaft zu unterstützen, bleibt zu beobachten – wenn nicht gar schon zu viele Entwicklungen in die falsche Richtung gelaufen sind, dass man den Zug, der den Abhang hinunter rollt, nicht mehr aufhalten kann.

So konnte der letzte Beitrag dieses Kalenderjahres die Grenze zwischen Politik und Sport nicht finden, die es möglicherweise auch schon eine Weile nicht mehr gibt. Ich wünsche dennoch allen Mittippern und allen Besuchern dieses Blogs schöne und friedevoll gestimmte Weihnachtstage sowie einen guten Start in ein hoffentlich von reichlich Gutem geprägtes neues Jahr.

Viele Grüße

Detlev Tong

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